Medikamentöse Therapie der Osteoporose

Die Frage nach der Auswahl des patientenindividuell „idealen“ Antiosteoporotikums wird immer wieder zu Recht gestellt. Hierzu muss zunächst festgehalten werden, dass es direkte (Head-to-Head-) Vergleichsstudien zu Osteoporosetherapien mit Frakturendpunkten nicht gibt. Der folgende Artikel soll daher die zweckmäßige Auswahl eines geeigneten Arzneimittels und damit eine wirtschaftliche Therapie unterstützen.

Diese Ausarbeitung basiert auf dem Übersichtsartikel
"Zweckmäßigen medikamentösen Therapie der Osteoporose" der KV BW, welcher in Kooperation mit Prof. Dr. Dr. med. Christian Kasperk, Universitätsklinikum Heidelberg, erstellt und im Verordnungsforum 25veröffentlicht wurde.

Indikationsstellung
Die Indikation für eine antiosteoporotische Therapie erfolgt nach dem Risikoprofil, das die Kriterien T-Wert, Alter, Geschlecht und eine Reihe von möglichen Risikofaktoren berücksichtigt. weiterlesen

Therapieoptionen
Es gibt keine direkten Vergleichsstudien zu Osteoporosetherapien mit Frakturendpunkten. Eventuelle Wirkstärkenunterschiede als Ergebnis von Metaanalysen sind ohne konkurrierende Vergleichsstudien nicht ausreichend belastbar und damit nicht relevant für eine Priorisierung der Substanzverordnung, so dass die Auswahl eines geeigneten Arzneimittels anhand der individuellen Patientenkonstellation (Risikoprofil, Kontraindikationen, Begleiterkrankungen, Unverträglichkeiten) und der Kosten getroffen werden muss. weiterlesen

Substanzwechsel
Ein Substanzwechsel oder eine Wiederaufnahme der medikamentösen Behandlung nach abgeschlossener Therapie kann bei neuerlichem Knochendichteabfall oder bei neu aufgetretenen Risikofaktoren sinnvoll sein. weiterlesen

Therapiedauer
Es ist nicht erwiesen, dass der frakturpräventiven Nutzen einer anti-osteoporotischen Therapie bei einer Behandlung über fünf Jahre hinaus weiter signifikant und klinisch relevant erhöht wird. weiterlesen

Verordnungsfähigkeit
Bezüglich der Verordnungsfähigkeit der spezifischen Antiosteoporose-medikamente zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung sind Unterschiede in den zugelassenen Indikationen, das allgemeine Wirtschaftlichkeitsgebot sowie die Regelungen der Arzneimittel-Richtlinie zu beachten. weiterlesen

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