Therapie mit Antipsychotika

Asenapin
Asenapin ist zwar zur Monotherapie mäßiger bis schwerer manischer Episoden einer Bipolar-I-Störung zugelassen, Daten zur Langzeitbehandlung liegen aber bisher nur aus einer Studie vor. Eine Empfehlung zur Verordnung kann zurzeit aufgrund des weder gegenüber Olanzapin noch gegenüber den anderen zugelassenen atypischen Neuroleptika nachgewiesenen Zusatznutzens nicht gegeben werden. Nur bei Kontraindikationen und Unverträglichkeiten anderer Wirkstoffe oder Wirkungslosigkeit dieser Substanzen sollte ein Behandlungsversuch mit Asenapin in Erwägung gezogen werden.
Inwieweit die Applikationsform einer Sublingualtablette Vorteile bei Patienten mit Schluckstörungen mit sich bringt, ist nicht belegt. Es ist zu beachten, dass Asenapin eine sehr geringe systemische Bioverfügbarkeit von weniger als 2 % besitzt, wenn die Sublingualtablette geschluckt wird. Nur bei Beachtung der sublingualen Anwendung beträgt die systemische Bioverfügbarkeit 35 %.
Quelle: KBV - Wirkstoff aktuell zu Asenapin

Paliperidon
Arzneimittel mit dem Wirkstoff Paliperidon stellen patentgeschützte Analogpräparate (Me-too-Präparate) dar. Sie zeigen keinen wesentlichen therapeutischen Zusatznutzen gegenüber bereits generisch verfügbaren Arzneimitteln gleicher Indikation.
Quelle: Me-too-Liste 2017 in der modifizierten Fassung von 2011 der KVNO

Präparateauswahl
Es sind vorzugsweise - unter Beachtung ggf. bestehender Rabattverträge - generisch verfügbare Präparate zu verordnen. Dies ist insbesondere bei Ersteinstellung zu beachten.
Sollte eine reine Wirkstoffverordnung getätigt werden, trägt der Apotheker die Verantwortung für die Auswahl des im jeweiligen Fall wirtschaftlichen Präparates.
Die Wirtschaftlichkeit der Wirkstoffauswahl bleibt hierbei aber weiterhin in der Verantwortung des verschreibenden Arztes.
Generisch verfügbar sind beispielsweise: Amisulpirid, Haloperidol, Pipamperon, Quetiapin, Risperidon