1. Einführung
Bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen handelt sich um wiederkehrende (rezidivierende) oder kontinuierliche entzündliche Erkrankungen des Darms. Charakteristisch ist ein schubförmiger Verlauf, bei dem sich Phasen mit hoher Krankheitsaktivität und beschwerdefreien Phasen (Remission) abwechseln. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa stellen die beiden primären Entitäten der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) dar [1].
Derzeit leben weltweit mind. 6 Millionen Menschen mit einer diagnostizierten CED, davon 2 Millionen in Europa. In Deutschland sind etwa 600 000 Patienten betroffen. Die Pathogenese der CED ist komplex und die genaue Ursache bislang ungeklärt. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird von einer inadäquaten Immunreaktion bei genetischer Prädisposition unter Beteiligung der eigenen Darmflora und Umwelteinflüssen ausgegangen.
Die Erstmanifestation erfolgt i.d.R. im jungen Erwachsenenalter, kann aber ab der frühen Kindheit in jedem Altersabschnitt auftreten [2].